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MIL-STD-810H Schock (Method 516.8) Prüfmaschine
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MIL-STD-810H Schock (Method 516.8) Prüfmaschine
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MIL-STD-810H Schock (Method 516.8) Prüfmaschine.

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MIL-STD-810H (Method 516.8) Schock (MIL-STD-810G Method 516.6) Prüfmaschine Die MIL-STD-810H (Method 516.8) Schock-Prüfmaschine dient der Bewertung

MIL-STD-810H (Method 516.8) Schock (MIL-STD-810G Method 516.6) Prüfmaschine

Die MIL-STD-810H (Method 516.8) Schock-Prüfmaschine dient der Bewertung der Stoßfestigkeit eines Geräts. Während der Prüfung werden die Geräte entweder aus einer bestimmten Höhe fallen gelassen oder einem Stoß ausgesetzt, um Schockeinwirkungen zu simulieren.

1. Anwendungsbereich

1.1 Zweck:

Diese Prüfung dient der Bewertung der Beständigkeit von Materialien gegenüber mechanischen Stößen, die während Transport, Einsatz und Betrieb auftreten. Die Ziele der Prüfung sind folgende:

  • Nachweis der physischen und funktionalen Stoßfestigkeit des Materials.
  • Bestimmung des Empfindlichkeitsgrads des Materials und Entwicklung geeigneter Verpackungs- oder Montageverfahren.
  • Prüfung der Sicherheit der Materialbefestigungen bei Stoßeinwirkung und Vermeidung des Herausschleuderns von Bauteilen.

1.2 Einsatzbereich:

Dieses Verfahren dient der Simulation mechanischer Stöße, denen das Material während seiner Lebensdauer ausgesetzt sein kann. Im Allgemeinen treten solche mechanischen Stöße bei Frequenzen von höchstens 10.000 Hz auf und dauern weniger als eine Sekunde.

1.3 Einschränkungen:

Dieses Prüfverfahren deckt die folgenden Bedingungen nicht ab:

  • Stöße durch die Auslösung pyrotechnischer Einrichtungen (siehe Method 517.3 – Pyroshock).
  • Hochenergetische Stöße infolge ballistischer Einschläge (Method 522.2 – Ballistic Shock).
  • Hochintensive Stöße im Zusammenhang mit dem Einsatz im Marinegefecht (es sind die Prüfungen nach MIL-DTL-901 anzuwenden).
  • Druckwelleneffekte in Raketen- und Waffensystemen (Method 519.8 – Gunfire Shock).

2. Anpassungshinweise

2.1 Auswahl des Prüfverfahrens

Die Notwendigkeit einer Schockprüfung ist durch Untersuchung der möglichen mechanischen Stoßumgebungen zu ermitteln, denen das Material während seines Lebenszyklus begegnen kann.

2.1.1 Auswirkungen von Stoßumgebungen

  • Verschleiß und Verformung am Material.
  • Reibung und Verkantung zwischen Bauteilen.
  • Schaltkreisausfälle sowie magnetische und elektrostatische Feldstörungen in elektronischen Bauteilen.
  • Strukturversagen und niederzyklische Ermüdung.

2.1.2 Kombination mit anderen Prüfungen

Schockprüfungen können mit den folgenden Prüfungen kombiniert werden, um umfassendere Ergebnisse zu erzielen:

  • Method 514.8 (Vibrationsprüfung): Simuliert die Auswirkungen kombinierter Schock- und Vibrationsbelastung.
  • Method 525.2 (Time Waveform Replication – TWR-Prüfung): Bildet reale Vibrations- und Stoßbedingungen nach.

3. Prüfverfahren

Method 516.8 umfasst je nach Einsatzbereich des Materials acht verschiedene Verfahren:

  • Procedure I – Functional Shock: Prüft die Stoßfestigkeit des Materials während des Betriebs.
  • Procedure II – Transportation Shock: Simuliert Stöße, denen das Material während des Transports ausgesetzt sein kann.
  • Procedure III – Fragility Shock: Bestimmt den Empfindlichkeitsgrad des Materials.
  • Procedure IV – Transit Drop Test: Bewertet die Beständigkeit des Materials gegenüber Stürzen und Stößen während logistischer Abläufe.
  • Procedure V – Crash Hazard Shock Test: Prüft die Sicherheit der Befestigungen bei einem Aufprall.
  • Procedure VI – Bench Handling Shock Test: Simuliert Stöße, die bei Reparatur und Wartung auftreten können.
  • Procedure VII – Pendulum Impact Test: Prüft die Belastbarkeit großer Behälter und Kisten.
  • Procedure VIII – Catapult Launch/Arrested Landing Test: Misst die Belastbarkeit der Ausrüstung bei Start und Landung von Starrflüglern.

4. Prüfablauf

4.1 Prüfeinrichtung und Ausrüstung

  • Prüfsysteme: Elektrohydraulische Schwingtische, Fallprüfanlagen, Pendelschlagsysteme.
  • Messausrüstung: Es sind Beschleunigungsaufnehmer, Dehnungsmessstreifen und Laser-Doppler-Vibrometer zu verwenden.

4.2 Prüfkontrollen

  • Schockwellenform: Der aufgebrachte Stoß muss die Form eines Halbsinus-, Sägezahn- oder Trapezimpulses haben.
  • Prüfrichtung: Jedes Material muss mindestens einer Schockprüfung in der X-, Y- und Z-Achse unterzogen werden.
  • Temperaturbedingungen: Schockprüfungen können mit Prüfungen bei hohen/niedrigen Temperaturen kombiniert werden.

4.3 Prüfunterbrechungen

  • Laborausfall: Wird die Prüfung unterbrochen, ist sie an der Unterbrechungsstelle fortzusetzen.
  • Materialversagen: Versagt das Material während der Prüfung, ist die Ursache zu dokumentieren und die Prüfung zu wiederholen.

5. Auswertung der Ergebnisse

Die Prüfergebnisse sind anhand der folgenden Kriterien zu bewerten:

  • Physische Schäden: Risse, Brüche, Verformungen.
  • Funktionsausfall: Fehlfunktionen elektrischer oder mechanischer Bauteile.
  • Chemische Auswirkungen: Veränderungen der Materialzusammensetzung.
  • Optische Systeme: Verzerrungen an Linsen und Bildschirmen.

6. Referenzen/Zugehörige Dokumente

  • MIL-STD-810H
  • MIL-DTL-901 (Naval Shock Test)
  • MIL-STD-331 (Fuze and Explosive Component Testing)
  • NATO STANAG 4370
  • Method 519.8 (Gunfire Shock Test)

Hauptmerkmale

Merkmal Wert / Beschreibung Schockintensität Zwischen 40 g und 75 g Schockdauer Von 11 ms bis 15 ms Höhe Freier Fall von 30 cm bis 100 cm Prüfverfahren Aufbringen eines Stoßes oder Schlags auf das Gerät Prüfergebnis Die Stoßfestigkeit des Geräts wird bewertet

Anwendungsbereiche

  • Automobilgeräte: Ausrüstung, die in Fahrzeugen Stoßeinwirkungen ausgesetzt ist.
  • Militärgeräte: Belastbarkeit nach Stürzen oder Vibrationen.

Für weitere Informationen zu MIL-STD-810H (Method 516.8) und zur Auftragserteilung kontaktieren Sie uns bitte!

Normbezug

MIL-STD-810H Method 516.8 definiert Schockverfahren wie Functional Shock, Transit Drop, Crash Hazard und Bench Handling. Die Impulsform (üblicherweise Sägezahn mit Endspitze oder klassisch), die Spitzenbeschleunigung, die Dauer und die Anzahl der Stöße pro Achse werden anhand der Stoßumgebung der Plattform ausgewählt.

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Normen
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