MIL-STD-810 Method 506.6 — Regenprüfverfahren I, II und III im Vergleich.
MIL-STD-810 Method 506.6 bewertet, wie gut Geräte Regen und Wassereintritt standhalten — wie zuverlässig Dichtungen, Abdeckungen und Gehäuse Wasser fernhalten, ob das Gerät während und nach der Beanspruchung weiterhin funktioniert und ob Regen zu einer physischen Beeinträchtigung führt. Die Methode definiert drei Verfahren, von denen jedes eine andere reale Wasserbeanspruchung nachbildet. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie das Gerät eingesetzt wird und wie groß es ist.
Verfahren I — Regen und windgetriebener Regen
Verfahren I bildet windgetriebenen natürlichen Regen auf Außengeräten nach, die ungeschützt der Witterung ausgesetzt sind. Empfohlen wird eine Mindestregenrate von 1,7 mm/min (etwa 4 in/hr) bei Tropfengrößen um 500 μm, begleitet von einer Windgeschwindigkeit um 18 m/s (etwa 64 km/h); die Rate lässt sich an die zu erwartende Einsatzregion und -dauer anpassen. Der Prüfling wird üblicherweise etwa 10 °C wärmer als das Wasser konditioniert — während der Regen ihn abkühlt, sinkt der Innendruck leicht und zieht Wasser zu jeder schwachen Dichtung, wodurch Eindringpfade sichtbar werden, die eine statische Prüfung übersehen würde.
Einsatz, wenn: Geräte im Freien eingesetzt werden und Regen oder windgetriebenem Regen ausgesetzt sind und klein genug für eine Beregnungsanlage mit Windbeaufschlagung sind.
Verfahren II — Verschärft
Verfahren II ist nicht dazu bestimmt, natürlichen Regen zu simulieren. Es beaufschlagt das Gerät bewusst mit hoher Härte — über überlappende Druckdüsen bei 276 kPa (50 psig) mit einem Durchfluss von etwa 20,8 L/min (5,5 gal/min) und mit Tropfen, die mit rund 64 km/h getrieben werden —, um ein hohes Maß an Vertrauen in die Wasserdichtheit zu schaffen.
Einsatz, wenn: das Gerät zu groß ist (Shelter-Größe) für eine Beregnungsanlage mit Windbeaufschlagung oder eine solche Anlage nicht verfügbar oder praktikabel ist. Es ist der pragmatische Ersatz für Verfahren I bei großen Geräten.
Verfahren III — Tropfwasser
Verfahren III bildet von oben fallendes Wasser nach — Kondensat oder Leckage auf Geräten, die normalerweise vor direktem Regen geschützt sind. Wasser tropft aus einem definierten Lochbild mit einer Rate von mehr als 280 L/m² pro Stunde (7 gal/ft²/hr). Eine Alternative deckt Geräte ab, die 140 L/m² pro Stunde (3,5 gal/ft²/hr) ausgesetzt sind: Die Tropfrate wird verringert, während die Prüfung auf 30 Minuten verlängert wird, sodass dieselbe Gesamtwassermenge das Gerät erreicht.
Einsatz, wenn: Geräte normalerweise geschützt untergebracht sind, aber Tropfwasser oder starker Kondensation ausgesetzt sein können — in Sheltern, Laderäumen oder überdachten, aber feuchten Bereichen.
Auswählen — und kombinieren
Eine schnelle Orientierung: Verfahren I für kleinere, im Freien exponierte Geräte; Verfahren II für große oder Shelter-große Geräte oder dort, wo eine Beregnungsanlage mit Windbeaufschlagung nicht praktikabel ist; Verfahren III für geschützt untergebrachte Geräte, die nur Tropfwasser oder Kondensation ausgesetzt sind. Wählen Sie das Verfahren, das die schwerste realistische Beanspruchung für die Größe des Geräts abbildet. Die Verfahren schließen sich nicht gegenseitig aus — sie können einzeln, paarweise oder alle drei durchgeführt werden, sodass ein einziges Prüfprogramm mehrere Beanspruchungsarten gleichzeitig abdecken kann.
Prüfung nach 506.6 mit ULMEKA
Die Regenprüfsysteme von ULMEKA für MIL-STD-810 506.6 führen die Verfahren I, II und III durch — einzeln oder in beliebiger Kombination — unter SPS- + HMI-Steuerung mit Echtzeitüberwachung von Druck, Durchfluss und Temperatur. Für eigenständige Prüflinge siehe das Regenprüfkabinett; für Geräte der Fahrzeug- oder Shelter-Klasse den begehbaren Regenprüfraum. Teilen Sie uns Ihre Norm, die Verfahren und die Abmessungen des Prüflings mit, und wir schlagen Ihnen ein passendes System vor.
ULMEKA konstruiert Prüfsysteme
nach Spezifikation.
Wenn Ihre Anforderung über diesen Katalog hinausgeht — kundenspezifische Kammergrößen, Integration kombinierter Normen oder angepasste Prüfprofile — sprechen Sie mit unserem Ingenieurteam.
